Europäischer Feldhamster
Cricetus cricetus
© Katanski / WikiCommons

Lebensraum

Garten und Park
Wiese, Obstgärten, Felder

Der Feldhamster ist ein klassischer Kulturfolger. Sein ursprünglicher Lebensraum, kleinstrukturierte Felder mit Ackerrainen werden immer weniger, und so ist der Hamster nun auch in der Stadt anzutreffen. Als Nahrung bevorzugt der Feldhamster grüne Pflanzenteile, Beeren und Früchte. Aber auch Insekten, Kleinsäuger und Würmer stehen auf seinem Speiseplan. Hamster graben Höhlen, in denen sie einen Großteil ihrer Tage verbringen. Hier halten sie auch ihren Winterschlaf. Im Herbst legt der Hamster für die Winterzeit einen großen Vorrat an Getreide, Früchten und Körnern an. Jedes Tier besitzt einen eigenen Bau, den es gegen Artgenossen verteidigt. Nach dem Erwachen aus dem Winterschlaf beginnt er mit der Anlage oder Ausbesserung der Baue. Bald darauf beginnt die bis August andauernde Paarungszeit. Ein Hamsterweibchen kann pro Jahr 3-4 Würfe mit bis zu 5 Jungtieren haben. Feldhamster sind äußerst wehrhaft und mutig. Mit aufgeblasenen Backentaschen stellen sie sich jeder Gefahr und fauchen dabei lautstark. Meistens hat der Feldhamster damit auch Erfolg.

Erkennungsmerkmale 
Hamster sind sehr bunt gefärbt. Die häufigste Form ist eine gelbbraune Oberseite und eine dunkle, fast schwarze Unterseite. An der Wange haben sie weiße Flecken. Um die Schnauze und um die Augen sind sie rötlichbraun gefärbt, die Füße und die Nasenspitze sind weiß. Das Unterhaar ist gleichmäßig grau. Sie haben gut entwickelte Backentaschen, die Füße sind breit und mit kräftigen Krallen versehen.
Lebensraum 
Der Feldhamster ist von Zentralasien bis nach Mitteleuropa verbreitet und kommt in isolierten Beständen auch in einigen mitteleuropäischen Ländern vor. Ursprünglich eine Art der Waldsteppe, kann er durch seine Anpassungsfähigkeit auch Steppen, Halbwüsten und Kultursteppen besiedeln.
Gefährdungsgrad
Gefährdet
Ähnliche Arten
Der Feldhamster ist unverwechselbar.
Maße 

Kopf-Rumpf-Länge 20-34cm, Schwanz 4-3cm

Gewicht: 200-600g, bis zu 0,5kg

Aktivitätszeit 
Hauptsächlich nachtaktiv, halten Winterschlaf
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Text wurde mit freundlicher Genehmigung vom Haupt Verlag aus dem Buch Stadtfauna übernommen. Cover StadtFauna-Buch
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Ziesel. © sylmar / stadtwildtiere.at

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Kulturfolger

Obwohl er eigentlich den Großteil seines Lebens unter der Erde verbringt, verlässt der Hamster in städtischen Gebieten auch oft tagsüber seine Höhle zur Nahrungssuche. Anzutreffen ist er in der Stadt auf Friedhöfen, in Parkanlagen, in Kleingartenanlagen und auch auf Brachflächen. Typisch für jeden Hamsterbau sind senkrechte Fallröhren und meist zwei bis drei flach verlaufende Eingänge. Dort können Feldhamster aus einiger Entfernung gut beobachtet werden.

Auch am Wiener Zentralfriedhof leben Feldhamster.

© Invisigoth67 / WikiCommons

 

Feldhamster beobachten in den Blumengärten Hirschstetten

Bestehende Populationen schützen und vernetzen

Biotopschutz ist für das Bestehen und die Vernetzung von Feldhamsterpopulationen wichtig. In der Landwirtschaft sollten Ackerraine, unbefestigte Feldwege und mehrjährige Brachen erhalten bleiben. Ackerrandstreifen oder Brachstreifen können zum Beispiel mit Getreide eingesät werden, das dann stehen bleiben kann. Allzu tiefes Pflügen sollte zum Schutz der Baue eingeschränkt werden.

Sollten Sie das Glück haben einen Feldhamster bei sich im Garten, im Park, im Innenhof oder auch auf dem Friedhof zu sichten, dann freuen Sie sich am Anblick und gönnen Sie ihm die eine oder andere Gartenfrucht. Hunde sollten in Verbreitungsgebieten an die Leine genommen werden.

Service
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