Mauswiesel
Mustela nivalis
© F. Gröhl / Naturgucker.de

Lebensraum

Wiese, Obstgärten, Felder
Hecken und Waldränder
Wald

Das kleinste Raubtier der Welt lebt einzelgängerisch und territorial. Fortpflanzung wahrscheinlich fast ganzjährig möglich. Wurfgröße 4-6 Junge. Jungtiere sind bereits nach 3 bis 4 Monaten geschlechtsreif. Nahrung: Hauptsächlich Wühlmäuse und andere Nager, gelegentlich auch Vögel, Eidechsen, Wirbellose und Aas. Durch ihren Körperbau sind Mauswiesel optimal an die Jagd in den Gangsystemen der Wühlmäuse angepasst. Vereinzelt erbeuten sie auch Beutetiere, die deutlich größer sind als sie selbst, zum Beispiel ein Kaninchen. Oft wird ein Teil der Beute als Vorrat in den Nestern versteckt. Populationsdichte schwankt mit Beuteangebot. Natürliche Feinde sind Fuchs, Hermelin, Katze, Greifvögel und Eulen.

Erkennungsmerkmale 
Lang gestreckter Körper, kurze Beine. Fell braun auf dem Rücken, Bauchseite weiß bis gelb; in Mitteleuropa wechselt das Mauswiesel nur selten in ein weißes Winterfell. Schwanz kürzer als ein Viertel der Körperlänge.
Lebensraum 
Breites Spektrum an Lebensräumen, reicht von Waldrändern, Wiesen bis hin zu landwirtschaftlich genutzten Flächen. Vorkommen bis 2500 - 3000 Meter über Meeresspiegel.
Gefährdungsgrad
Als LC (nicht gefährdet) aufgeführt (Rote Liste 2005).
Ähnliche Arten
Das Mauswiesel wird oft mit dem Hermelin verwechselt. Das Letztere ist größer und besitzt eine schwarze Schwanzspitze. Ebenso ist beim Hermelin der Übergang der weißen Bauchfärbung in die braune Rückenfärbung deutlich in einer geraden Linie abgetrennt.
Maße 

Kopf-Rumpf-Länge 14-19 cm, Schwanz 3-5 cm, Gewicht 30-100 g.

Aktivitätszeit 
Ganzjährig aktiv; dämmerungs- und tagaktiv.
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Text wurde mit freundlicher Genehmigung vom Haupt Verlag aus dem Buch Stadtfauna übernommen. Cover StadtFauna-Buch
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Ziesel. © sylmar / stadtwildtiere.at

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Kleiner Flitzer

Wie viele Säugetiere lebt auch das Mauswiesel sehr versteckt und ist daher nicht leicht zu entdecken. Selbst wenn man dieses kleine Raubtier einmal zu sehen bekommt, dann meist nur für einen kurzen Moment. Da Mauswiesel einen hohen Energiebedarf haben, verbringen sie viel Zeit mit der Suche nach Nahrung. Mit etwas Glück und viel Geduld kann man ein Mauswiesel am ehesten auf extensiven Landwirtschaftsflächen erspähen.

© Ulrichstill / WikiCommons

Extensive Landwirtschaftsflächen sind ideale Lebensräume für Mauswiesel.

Lebensräume strukturieren und vernetzen

Mauswiesel sind auf gut strukturierte Lebensräume mit dichter Vegetation angewiesen. Neben einem guten Nahrungsangebot braucht das Mauswiesel ausreichend Versteckmöglichkeiten. Liegende, hohle Baumstämme, Ast- und Laubhaufen, Steinhaufen- und Mauern oder auch Hecken können solche Verstecke bieten. Da Mauswiesel erheblichen Bestandsschwankungen unterliegen, können lokale Bestände erlöschen. Neu einwandernde Tiere können diese Gebiete aber wieder besiedeln. Daher ist die Vernetzung der bestehenden Lebensräume äußerst wichtig.

Gefahren 
  • Verkehr: Das Straßennetz ist in Mitteleuropa oft sehr dicht. Fehlen Wildtierunterführungen oder Grünbrücken, können Straßen den Mauswieseln zum Verhängnis werden.
  • Verlust von Lebensraum infolge Zersiedelung, Zerstückelung und intensiver, großflächiger Landwirtschaft.
  • Fressfeinde sind Füchse, Hermeline, Katzen, Greifvögel und Eulen.
Mehr Informationen 

Paul Marchesi, Claude Mermod, Hans C. Salzmann. 2010. Marder, Iltis, Nerz und Wiesel. Kleine Tiere, große Jäger. Haupt Verlag.

 

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