Rothirsch
Cervus elaphus
© Wildpark Feldkirch

Lebensraum

Hecken und Waldränder
Wald

Der "König der Wälder" ist mit einem durchschnittlichen Gewicht von 100kg - 200kg das größte unserer heimischen Huftiere. Das bekannte Erkennungsmerkmal, das Geweih, wird vom Hirsch jedes Jahr zwischen Februar und April abgeworfen und danach neu gebildet. Das neugebildete Geweih ist zunächst noch von einem gefäß- und nervenreichen Hautüberzug (Bast) bedeckt. In den Sommermonaten kann man die männlichen Hirsche beim Fegen des Geweihs beobachten, wobei der jetzt nutzlose Bast entfernt wird. Die Hirschkühe tragen keine Geweihe und leben einzeln, in kleineren Gemeinschaften oder in Familien, einzig im Winter vereinigen sich mehrere Familien zu einem Rudel. Jüngere Hirsche bilden Junggesellenrudel während ältere Hirsche oft einzelgängerisch unterwegs sind. Zur Brunftzeit im September lösen sich die Junggesellenrudel auf und die Hirsche suchen sich ein Harem von Hirschkühen, welches sie rigoros gegen andere Konkurrenten in Zweikämpfen verteidigen. Die Hirschkälber kommen im Juni, nach 34 Wochen Tragzeit zur Welt, meist nur 1 Kalb pro Hirschkuh. Das Nahrungsspektrum der Rothirsche ist sehr breit. Es reicht von Gräsern, Kräutern und Knospen bis hin zu Baumrinde und Zweigen, aber auch Gemüse und Früchte werden nicht verschmäht.

Erkennungsmerkmale 
Männlicher Rothirsch mit Geweih, das im Frühling abgeworfen wird. Fell im Sommer rotbraun, im Winter graubraun. Kälber hellbraun mit abhebenden weißen "Kälberflecken".
Lebensraum 
Der Rothirsch ist sehr anpassungsfähig, was seinen Lebensraum betrifft. Als ursprünglicher Steppenbewohner bewohnt er heute während des Tages vor allem ungestörte Wälder. Die Nächte verbringt er im Sommer auf Alpweiden/Almen und im Winter auf halboffenen Flächen in den Tälern.
Gefährdungsgrad
Nicht gefährdet.
Ähnliche Arten
Das Reh (Capreolus capreolus) ist um einiges kleiner als der Rothirsch. Im Gegensatz zum Reh besitzt der Rothirsch einen gut sichtbaren Schwanz, der Wedel genannt wird. Das Geweih des Rothirsches ist deutlich grösser und stärker verzweigt als das Geweih des Rehbocks und der sogenannte Spiegel (weißer Fleck auf dem Hinterteil) ist beim Rothirsch viel größer als beim Reh.
Maße 

Körper-Rumpf-Länge 190-250 cm, Risthöhe 100-150 cm, Schwanz bis 20 cm; Gewicht 90-260 kg.

Aktivitätszeit 
Ganzjährig aktiv. Rothirsche werden nachtaktiv, wenn Menschen den Lebensraum zu sehr stören.
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Text wurde mit freundlicher Genehmigung vom Haupt Verlag aus dem Buch Stadtfauna übernommen. Cover StadtFauna-Buch
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Ziesel. © sylmar / stadtwildtiere.at

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Spuren entdecken

Häufig ist es einfacher Spuren von Wildtieren zu finden, als sie selbst zu sehen. Dies ist auch beim Rothirsch der Fall. Die Hufabdrücke der Rothirsche sehen denen des Rehs sehr ähnlich allerdings sind sie fast doppelt so groß. Nebst Hufabdrücken kann man auch Kotspuren finden, bei diesen handelt es sich um kurze, zylindrisch geformte Kügelchen (ca. 20-25 mm lang), die meist am einen Ende zugespitzt und am anderen Ende eingedellt sind.

Brunftzeit

Die Brunftzeit ist besonders interessant für Beobachtungen. Das Spektakel findet zwischen September und Oktober statt und zieht viele Schaulustige an. Da die Stiere zu dieser Zeit ihre Scheu verlieren, sind sie besonders gut zu beobachten. Auch ist ihr Röhren, der sogenannte Brunftschrei, über eine weite Distanz zu hören. Sehr spektakulär sind die "Ringkämpfe", bei welchen zwei Hirsche um die Gunst der Kühe kämpfen. Bei solchen Kämpfen, welche sehr ritualisiert ablaufen und im schlimmsten Fall mit dem Geweih ausgetragen werden, kann es auch mal zu Verletzungen kommen.

© U. Wasem / WSL

Hirschlosung

 

© James Lindsey

Hufabdruck eines Rothirsches

 

© David Perez

Abgeworfenes Geweih

Ruhiges Verhalten

Im Wald soll man sich generell ruhig verhalten. Nach der Beobachtung sollten Sie sich möglichst geräuschlos zurückziehen, um das Tier nicht zu stören. Bewegen Sie sich im Wald möglichst auf Waldwegen und halten Sie Ihren Hund an der Leine, dies ist vor allem wichtig zur Setzzeit von Mai bis Juni.

Wintersport

Lawinenniedergänge sind eine große Gefahr für das Rotwild im Hochgebirge. Leider wird diese Gefahr durch den Wintersport weiter gesteigert, da das Wild mehr und mehr in die besonders lawinengefährdeten Hänge abgedrängt wird. In den Wald verdrängtes Wild kann dort erheblichen Schaden anrichten. Wichtig ist es daher, beim Wintersport auf den Pisten zu bleiben und Gebiete mit Rotwild großräumig zu umfahren.

 

Vorsicht Wildwechsel

Besonders im Frühling und im Herbst ist auf Straßen mit regem Wildwechsel Vorsicht geboten. Vor allem in der Dämmerung sollte man auf Straßen mit Wildwechsel die Geschwindigkeit reduzieren und stets bremsbereit sein.

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