Reh
Capreolus capreolus
© Jerzystrzelechi, Wikipedia

Lebensraum

Garten und Park
Wiese, Obstgärten, Felder
Hecken und Waldränder
Wald

Sozialleben vielfältig: Rehe leben einzeln, in matriarchalen Gemeinschaften oder in Familien. Im Winter, außerhalb der Fortpflanzungszeit, Tendenz zur Geselligkeit. Bock ab April territorial, Geiß (auch Ricke genannt) vor der Setzzeit, Rehkitze kommen im Mai und Juni zur Welt. 1–3, meist 2 Kitze pro Wurf. Geißen setzen Kitze oft in Wiesen, was zu Problemen mit Mähmaschinen und frei laufenden Hunden führt. Das Reh gilt als Feinschmecker und frisst Gräser, Kräuter, Knospen und Triebe von Bäumen und Sträuchern, auch Rosenknospen in Gärten.

Erkennungsmerkmale 
Rehbock mit Geweih, das im Herbst abgeworfen wird. Fell im Sommer rostbraun, im Winter graubraun. Haare des Hinterteils im Winter weiß («Spiegel»). Kitze braun mit weißen Flecken.
Lebensraum 
Bewaldete Gebiete und angrenzende Wiesen. Zur Nahrungssuche auch in Parks und Gärten.
Gefährdungsgrad
Nicht gefährdet
Ähnliche Arten
Hirsch (Cervus elaphus), größer und schwerer. Wird selten im Siedlungsraum beobachtet.
Maße 

Kopf-Rumpf-Länge 95–135 cm, Risthöhe 60–85 cm, kein Schwanz; Gewicht 15–30 kg.

Aktivitätszeit 
Ganzjährig aktiv; Aktivitätszeiten verändern sich mit den Jahreszeiten, grundsätzlich eher dämmerungs- und tagaktiv.
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Text wurde mit freundlicher Genehmigung vom Haupt Verlag aus dem Buch Stadtfauna übernommen. Cover StadtFauna-Buch
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Ziesel. © sylmar / stadtwildtiere.at

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Geduld haben
Rehe sind überwiegend dämmerungsaktiv. Früh morgens und abends sind daher die Chancen für eine Begegnung am höchsten. Beziehen Sie mit einem lichtstarken Fernglas einen Beobachtungsposten in der Nähe eines ungestörten Waldrands. Ein ruhiges Verhalten und Geduld führen am ehesten zum Erfolg.

Spuren entdecken
Indirekt kann man Rehe über Hufspuren, Kot und die Liegeplätze nachweisen. Der Kot besteht aus bohnengroßen, z.T. am einen Ende spitz zulaufende Pillen, die im Sommer oft in Klumpen zusammenkleben. Liegeplätze von Rehen befinden sich oft am Waldrand und sind von Zweigen und Blättern freigescharrte Flächen. Hier kann man auch auf Hufabdrücke und Haare achten.

Schlafplatz eines Rehs

Rehkot
 

© Christian Deschka

Rehspur
Die Abdrücke der beiden Vorderzehen (Hufe) sind ca. 3 cm lang. Die hinteren Zehen liegen erhöht, weshalb sie nur in sehr weichem Untergrund Abdrücke hinterlassen.

 

Ruhiges Verhalten
Im Wald soll man sich generell ruhig verhalten. Nach der Beobachtung sollten Sie sich möglichst geräuschlos zurückziehen, um das Tier nicht zu stören. Vielleicht haben Sie das nächste Mal erneut Glück und können das Reh wieder an derselben Stelle beobachten.

Wege nicht verlassen
Bewegen Sie sich bei Ihrem Waldspaziergang möglichst auf den Waldwegen. Dies gilt besonders für die Zeit von Mai bis Juni, wenn die Rehkitze zur Welt kommen. Die Rehe in der Nähe von Siedlungsräumen haben gelernt, dass von Menschen auf Waldwegen keine Gefahr ausgeht. Auch als MoutainbikerIn sollten Sie deshalb die Mountainbike-Trails nicht verlassen. Als Hundehalter sind Sie dafür verantwortlich, dass Ihr Hund auf den Wegen bleibt und keinesfalls einem Reh hinterher jagt oder Rehkitze aufstöbert. 

Gefahren 
  • Verkehr: Tausende Rehe werden jedes Jahr auf Straßen von Autos an- oder überfahren. Fahren Sie speziell vorsichtig und in angemessenem Tempo auf Straßen, die durch Wälder führen oder mit dem Straßenschild "Achtung Wildwechsel" gekennzeichnet sind.
  • Mähmaschinen: Rehkitze werden im Mai und Juni von ihren Müttern auf waldnahen Wiesen abgelegt. Hier verbringen sie die ersten Lebenswochen. Jährlich sterben hunderte von Rehkitzen, weil sie von Mähmaschinen überfahren werden. Mit technischen Hilfsmitteln, z.B. mit Wärmebildkameras ausgerüstete Drohnen, kann der grausame Mähtod verhindert werden.
  • Spaziergänger, Mountainbiker: Leute, die Waldwege verlassen, sind für Rehe unberechenbar und deshalb ein Stressfaktor. Bleiben Sie den Rehen zuliebe auf den Wegen und Pfaden.
  • Hunde: Jagende Hunde veranlassen Rehe zu energieaufwendigen Fluchtreaktionen. Halten Sie Ihren Hund unter Kontrolle oder nehmen Sie ihn an die Leine, speziell während der Rehkitz-Zeit im Mai und Juni. 
Service
Betreut von SWILD
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